„Eure Liebe zur Vergangenheit ist ein Raub an der Zukunft.“
Friedrich Nietzsche
Rainald Goetz hat erstmals einen Bildband veröffentlicht: „elfter September 2010 – Bilder eines Jahrzehnts“. Leider habe ich die Präsentation, die schon letzte Woche hier in Berlin statt gefunden hat, verpasst.
In der ZEIT spricht Goetz übers Schreiben, nicht mehr Schreiben können/wollen und die Alternative, (wieder) Arzt zu sein. Meine Lieblingssätze von Goetz: „Mir geht es um die Relevanz des Themas, dieses Weltbereichs, den ich meiner sogenannten teilnehmenden Beobachtung aussetze, von innen, von außen und möglichst böse“, und „… es geht um Wahrheit. Quote ist was für Loser.“
Andy Warhol | Eating a hamburger
I really love it:
John Latham | Films 1960 -1971
Gestern abend war ich endlich mal wieder in meiner bevorzugten Buchhandlung Pro qm . Es wurden Filme von John Latham (1921- 2006) gezeigt, die in den 60er Jahren entstanden sind. Anthony Hudek, der im John Latham Archiv an der Digitalisierung und online-Publikation des Nachlasses arbeitet, stellte die neu editierte DVD John Latham: Films 1960 – 1971 vor, die auch bislang noch unveröffentlichtes Material enthält.
John Latham zählt zu den wichtigsten britischen Künstlern des 20. Jahrhunderts, der Experiment, Performance und Wissenschaft in seinen Arbeiten konzeptionell verbunden hat. Bereits in den 50er Jahren arbeitete er mit Spray, um seine Auseinandersetzung mit dem Zeitbegriff zu visualisieren, die er später zur“Flat-Time-Theory“ entwickelte und nach der er auch sein Haus und Studio benannte: das Flat-Time-House FTHo verstand Latham als eine lebende Skulptur, in der zahlreiche seiner Arbeiten installiert sind.
Das Buch als Quelle von Wissen, aber auch Irrtum war das Objekt der Aktionen, Performances und Happenings von Latham in den 60er Jahren, die er in den Filmen verarbeitet hat. Das Verbrennen von Büchern, aber auch das Zerkauen und Ausspucken sorgten für Aufsehen und Auseinandersetzung mit Justiz und Autoritäten.
Die Tate widmete Latham 2005 eine Retrospektive, die neben seinen Werken auch ein Interview mit Latham unfasste und nach seinem Tod eine Konferenz zu seinem Werk. Vertreten wurde Latham von der Lisson Gallery, auf deren Website ebenfalls wichtige seiner Arbeiten zu sehen sind.
Soeben habe ich den Rundgang durch „The Dark Night of the Soul“ entdeckt: in dem Projekt treffen Musik von Danger Mouse, Sparklehorse und die Bildwelten von David Lynsch zusammen.
Das Album mit weiteren eingeladenen Musikern – The Flaming Lips, Gruff Rhys, Jason Lytle, Julian Casablancas, Black Francis, Iggy Pop, David Lynch, James Mercer, Nina Persson, Suzanne Vega and Vic Chestnutt – ist nun endlich erschienen und hier kann es angehört werden. Einer meiner Favorites: Iggy Pop | Pain
In N.Y.C. gibt es begleitend eine Ausstellung in der auf Fotografie spezialisierten Morrison Hotel Gallery in der Bowery.
Tragischerweise haben Vic Chestnut (1964-2009) und Mark Linkous a.k.a. Sparklehorse (1962-2010) vor kurzem den Freitod gewählt.
Abriss
R.I.P. Dennis Hopper
arte.tv Dennis Hopper en 12 Points
A Career on the Edge
Manohla Dargis narrates a look at the career of Dennis Hopper.
reload? | Mein Blog 2004-2007
Nach einigen Fehlermeldungen, die mich schon fürchten ließen, der Blog existiere nicht mehr, war er wieder da, mein erster Blog cyborg/a , geschrieben zwischen 2004 und 2007. Dann wurde mir das zu persönlich, und ich habe aufgehört.
Jetzt habe ich erst mal alles abgespeichert, xml geht nicht. Soll ich das mal hier rein kopieren?
Doch kann der reload der Vergangenheit gelingen?


