Mit der Kamera am 01.Mai unterwegs zu sein, machte einen lange Zeit verdächtig. Dann liefen auf einmal alle mit Videocam rum, um sich wechselseitig zu beobachten und zu dokumentieren.
Geschäftsidee neben Bierdosen und Döner
Dieses Jahr nun, konnten sich auf der Wiener die Touristen, die so gern zum 01.Mai schauen kommen, fotografieren lassen: „I was here“. Eine konsequente neue Geschäftsidee neben Getränke- und Dönerstand.
Neulich war es im Radio zu hören: die Kittelschürze wird in diesem Sommer Trend. Auf der Suche nach einem Original, nicht aus dem hippen Klamottenladen, sondern für die „Hausfrau“, wurde ich in einem Ramscherladen fündig. Die kleinste Größe war die 48, die besten Muster gab es in Größe 60.
Kittelschürze 2010
Kurz überlegte ich, ob die Nutzung als Gardine vielleicht geschickter sei, als mich in ein solches Stoffungetüm zu wickeln. Nun, noch mag ich sie tragen, meine Kittelschürze, ungewohnt bunt, aus „pflegeleichtem“ Knisterstoff.
„It’s not psychological, it’s physical“, so hat William Anastasi die Zeichnungen erklärt, die entstanden sind, wenn er – in der U-Bahn auf dem Weg zu John Cage und zum gemeinsamem Schachspiel- den Stift auf das Papier gehalten hat: Blind, ohne Hinsehen, allein durch die Bewegung der U-Bahn haben sich Linien eingezeichnet: „Subway Drawings“ sind neben weiteren Arbeiten von Anastasi bis zum 17.April noch in der Niels Borch Jensen Galerie in Berlin zu sehen.
What you see is what you get: „Der Spiegel und der Körper (…) sind Komplizen, so oft der Blick in den Spiegel fällt.“ (Hans Belting 2001)
Photoautomat Kaisers Fhain 2010
Das klassische Selbstportrait kann seit der Renaissance als eigenes Bildgenre ausgewiesen werden; in Vorformen ist es aber schon seit der Antike, etwa im Mythos des Narziss bekannt. Das Medium des Selbstbildes ist der Spiegel. Er vermittelt im Augenblick den Anblick von Identität, der dem Auge im Blick auf den eigenen Körper verwehrt ist, indem es ihn immer nur als zerschnittenen, zerstückelten Körper wahrzunehmen vermag. (SCHNITT/STELLE – Der Körper im Zeitalter seiner Herstellbarkeit )
Den Ada Lovelace Day 2010 nehme ich zum Anlass, um an eine Frau zu erinnern, die eine leidenschaftliche Wissenschaftlerin war und als Molekular Biologin maßgeblich zur Entdeckung der DNA beigetragen hat : Rosalind Franklin ( 1920 – 1958) Den Nobelpreis erhielten allerdings 1962 ihre männlichen Kollegen Crick, Watson und Wilson.
Rosalind Franklin gelangen mit der Röntgentechnik 1952 Aufnahmen der DNA, die das Bild einer kristallinen Struktur mit aperiodischer Anordnung, wie es Schrödinger nur beschrieben hatte, bestätigen. Die dunklen Punkte können als die elementaren Basen identifiziert werden. Sie sind paar- und kreuzweise angeordnet. Aus der Verbindung der Base A mit T sowie G mit C entstehen zwei Paare gleicher Form, die durch Hydrogen Stränge zusammengehalten werden. Nachdem er dieses Bild gesehen hatte, gelang es Watson die Basen in eine doppelstrangige Phosphat- Zucker Backbone Helix einzupassen und das erste Modell der DNA zu entwickeln. Von ihrem Bild aus konnte die DNA „erobert“, d.h. disponibel gemacht und als Transformationspotential erkannt werden.
Rosalind Franklins Verdienst für die Erforschung der DNA ist weder von Crick, Watson und Wilson, die 1962 für ihre Arbeit den Nobelpreis erhielten, noch von der Öffentlichkeit gebührend beachtet und gewürdigt worden. Ihre Arbeitsresultate sind angeblich von den drei männlichen Kollegen ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung benutzt worden.
Die Linie war Gegenstand der künstlerischen Erkundung, die KEMacts (Kaaren Beckhof, Elvira Hufschmid, Monika Lilleike).in der simultanen Performance „LuftLinie~SteinKante///“ unternommen haben. Der Text bildet ein gleichsam nachträgliches Element zur Aktion, indem Besonderheiten der Linie gleichfalls erkundet, reflektiert und auf einzelne Momente der Performance bezogen werden.
Der Blick gilt insbesondere der Linie als Bewegung in Raum und Zeit. Leitend ist hierbei die These:
Die Natur kennt keine Linie , die Line [linea.lat.] ist ein Konstrukt: Wir denken und ziehen Linien, um Verbindungen zwischen Dingen, Bewegung, Zeit und Raum sichtbar zu machen, die als solche nicht sichtbar sind. Die Linie bildet nicht ab, sondern bildet, stellt etwas her, das ohne sie nicht gesehen wird.
Eine Kurzversion des Textes liegt der DVD bei, die in Kürze veröffentliicht wird.