Kategorien
CHRONOLOGIE

Die Linie | subway drawings / W. Anastasi

„It’s not psychological, it’s physical“, so hat William Anastasi die Zeichnungen erklärt, die entstanden sind, wenn er – in der U-Bahn auf dem Weg zu John Cage und zum gemeinsamem Schachspiel-  den Stift auf das Papier gehalten hat:  Blind, ohne Hinsehen, allein durch die Bewegung der U-Bahn haben sich Linien eingezeichnet: „Subway Drawings“ sind neben weiteren Arbeiten von Anastasi bis zum 17.April noch in der Niels Borch Jensen Galerie in Berlin zu sehen.

Kategorien
CHRONOLOGIE

Photoautomat /001 | What you see is what you get

What you see is what you get: „Der Spiegel und der Körper (…) sind Komplizen, so oft der Blick in den Spiegel fällt.“ (Hans Belting 2001)

Photoautomat Kaisers Fhain 2010
Photoautomat Kaisers Fhain 2010

Das klassische Selbstportrait kann seit der Renaissance als eigenes Bildgenre ausgewiesen werden; in Vorformen ist es aber schon seit der Antike, etwa im Mythos des Narziss bekannt. Das Medium des Selbstbildes ist der Spiegel. Er vermittelt  im Augenblick den Anblick von Identität, der dem Auge im Blick auf den eigenen Körper verwehrt ist, indem es ihn immer nur als zerschnittenen, zerstückelten Körper wahrzunehmen vermag. (SCHNITT/STELLE  – Der Körper im Zeitalter seiner Herstellbarkeit )

Kategorien
CHRONOLOGIE

Ada Lovelace Day | Remember Rosalind Franklin

Den Ada Lovelace Day 2010 nehme ich zum Anlass, um an eine Frau zu erinnern, die eine leidenschaftliche Wissenschaftlerin war und als Molekular Biologin maßgeblich zur Entdeckung der DNA beigetragen hat : Rosalind Franklin ( 1920 – 1958) Den Nobelpreis erhielten allerdings 1962 ihre männlichen Kollegen Crick, Watson und Wilson.

Rosalind Franklin gelangen mit der Röntgentechnik 1952 Aufnahmen der DNA, die das Bild einer kristallinen Struktur mit aperiodischer Anordnung, wie es Schrödinger nur beschrieben hatte, bestätigen. Die dunklen Punkte können als die elementaren Basen identifiziert werden. Sie sind paar- und kreuzweise angeordnet. Aus der Verbindung der Base A mit T sowie G mit C entstehen zwei Paare gleicher Form, die durch Hydrogen Stränge zusammengehalten werden. Nachdem er dieses Bild gesehen hatte, gelang es Watson die Basen in eine doppelstrangige Phosphat- Zucker Backbone Helix einzupassen und das erste Modell der DNA zu entwickeln. Von ihrem Bild aus konnte die DNA „erobert“, d.h. disponibel gemacht und als Transformationspotential erkannt werden.

Rosalind Franklins Verdienst für die Erforschung der DNA ist weder von Crick, Watson und Wilson, die 1962 für ihre Arbeit den Nobelpreis erhielten, noch von der Öffentlichkeit gebührend beachtet und gewürdigt worden. Ihre Arbeitsresultate sind angeblich von den drei männlichen Kollegen ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung benutzt worden.

Documentary for National History Day.

Franklin ist 1958 verstorben. So bleibt es Spekulation, ob sie an der Auszeichnung mit dem Nobelpreis beteiligt worden wäre.


Kategorien
CHRONOLOGIE UNTERSUCHUNGEN

Die Linie | Bewegung in Raum und Zeit

Mein Essay zur Linie ist veröffentlicht auf kunsttext.werk, einer neuen Online-Plattform, die  zum wissenschaftlichen Austauschvom Fachbereich Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz initiiert wurde und vom Grazer Kunstverein unterstützt wird.

Die Linie war Gegenstand der künstlerischen Erkundung, die KEMacts (Kaaren Beckhof, Elvira Hufschmid, Monika Lilleike).in der simultanen Performance „LuftLinie~SteinKante///“ unternommen haben. Der Text bildet ein gleichsam nachträgliches Element zur Aktion, indem Besonderheiten der Linie gleichfalls erkundet, reflektiert und auf einzelne Momente der Performance bezogen werden.

Der Blick gilt insbesondere der Linie als Bewegung in Raum und Zeit. Leitend ist hierbei die These:
Die Natur kennt keine Linie , die Line [linea.lat.] ist ein Konstrukt: Wir denken und ziehen Linien, um Verbindungen zwischen Dingen, Bewegung, Zeit und Raum sichtbar zu machen, die als solche nicht sichtbar sind. Die Linie bildet nicht ab, sondern bildet, stellt etwas her, das ohne sie nicht gesehen wird.

Eine Kurzversion des Textes liegt der DVD bei, die in Kürze veröffentliicht wird.

Kategorien
CHRONOLOGIE

//follow me …twitter… zwitschern

follow me Ich entdecke twitter neu:  War mir das „Zwitschern“  bislang mehr als Pflichtelement von Web 2.0 Seminaren oder als  Online- Version der yellow press – ashton kutcher + demi moore- bekannt und verdächtig, so entdecke ich gerade die Möglichkeiten …

  • Fremde Informationen schneller und einfacher erhalten als über Mailinglisten,  Abos von Newslettern etc.
  • Eigene Infos, Statements kurz und treffend formuliert und über hashtagging – #schlagwort- viral verbreitet.

Spannend …. bisher habe ich einige unerwünschte,  da offensichtlich automatisch generierte, follower geblocked … und bin selber follower einer vielzahl thematisch interessanter tweets.  Also: please follow ME …

Kategorien
CHRONOLOGIE

//Erinnerungskultur 2.0

Die Zukunft der Erinnerung ist digital… so lautet die These von Erik Meyer.

Digitale Medien verändern nicht nur unsere gegenwärtige Kommunikation, sondern auch unser Verständnis der Vergangenheit.  Gemeinsame Erinnerungen, Erzählungen vergangener Ereignisse können im Web 2.0 von den Nutzern selbst als Inhalte generiert werden. Damit ist eine Kommunikation über die Vergangenheit eröffnet, die die klassischen Archive und abgeschlossenen Dokumentationen auf CD nicht nur ergänzt, sondern zu einer grundlegend anderen Erinnerungskultur führt.

Beitrag von Erik Meyer zum 5. Kulturpolitischen Bundeskongress Juni 2009 [2010-02-20]

Erinnerungskultur 2.0: Video-Dokumentation Vortrag Dez.2009 [2010-02-20]

Kategorien
CHRONOLOGIE

//Rück/Spiegel 2009/10

Poster John Cage .Bercelona 2009
John Cage .Barcelona 2009
Kategorien
CHRONOLOGIE

Zukunft// (No) future

Zukunft als Konzept ist fragwürdig geworden. Technologischer Fortschritt, ökonomisches Wachstum, gesellschaftliche Entwicklung stecken in der Krise und taugen nicht mehr als Perspektiven, die eine andere bessere Welt eröffnen, die mit der Zeit kommen wird. Vielmehr scheint die Utopie nicht nur den Nicht-Ort, sondern auch die Nicht-Zeit von Visionen jenseits des status quo zu bezeichnen. No future nicht als Protest und Ausstiegsszenario, sondern als Resignation und gesamtgesellschaftlicher No way out.

Gleichwohl – oder gerade deswegen als Herausforderung – bildet Future das Thema des aktuellen Diskurses:

In seiner neusten Ausgabe 139  stellt das DE:BUG Magazin fest „Zukunft war gestern“, um zugleich zu fragen, „what’s next, Utopia?“

Als überholt werden dabei die Utopien in die „Mottenkiste“ gepackt, die seit Ende des 19. Jh.  die Entwürfe für die damals ferne Zukunft prägten, die wir inzwischen zu Beginn der zweiten Dekade des 21. Jh. erreicht haben.

„futurity now!“ fordert die transmediale 2010 und will erörtern, was mit der Zukunft geschehen ist – haben wir sie eingeholt oder sie uns? Einen wichtigen Beitrag hierzu wird Bruce Sterling liefern, der in der DE:BUG im Gespräch bereits einen differenzierten wie provozierenden Vortrag  zum Thema Atemporality verspricht.

Kategorien
CHRONOLOGIE

Aktion// shine little posters

Eine spannende Aktion ist zur Zeit zwischen Alex, Moritzplatz, Kotti und Hermannplatz zu sehen: Werbeflächen mal anders genutzt.

Mehr dazu und einige photos im urban-art-blog.